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14.12.2015 - Zypern-Golfrallye, Teil 1: Wunderbare alte Historie, Kultur - und Golf. Zypern: Eine Inselfaszination im Mittelmeer

Zypern, nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Mittelmeerinsel, ist eine faszinierende Schönheit mit vielen attraktiven Facetten. Unglaublich freundliche Menschen, ein angenehmes, mediterranes Klima, abwechslungsreiche Landschaften, eine feine Küche sowie eine wunderbare alte Historie und Kultur sind nur einige Aspekte dieses Eilandes.

Zypern

Zypern ist auch recht schnell von Deutschland aus innerhalb von rund vier Stunden Flugzeit zu erreichen und hat für Golfer derzeit vier sehr unterschiedliche und äußerst attraktive Plätze, «Secret Valley», «Minthis Hills», «Aphrodite Hills» und «Elea-Estate», und auserlesene Hotels anzubieten.

Die Insel Zypern entstand vor 65 Millionen Jahren, als durch gewaltige Kontinentalbewegungen das Troodosgebirge aus dem Mittelmeer empor gedrückt wurde; dessen höchste Erhebung ist mit 1951 Metern der Olympos – damit ist er auch gleichzeitig der höchste Berg Zyperns. Rund 10 Millionen Jahre später bildete sich im Norden auf ähnliche Weise das Besparmak-Gebirge, vor ca. 2 Millionen Jahren entstand dann durch das Verschwinden des Flachmeeres zwischen den beiden Gebirgen die heutige sehr fruchtbare Mesaoriá-Ebene. Damit war Zypern geschaffen – geografisch gehört es zu Kleinasien, wird aber politisch und kulturell meist zu Europa gezählt. Die erste ständige Besiedlung Zyperns erfolgte in der Jungsteinzeit. Die neolithische Besiedlung erfolgte im 9. Jahrtausend v. Chr. von Syrien aus. 

Zypern

Dies ist eine der vielen orthodoxen Kapellen auf der Insel. Sie steht in Kouklia, südlich von Pathos.

Die Republik Zypern entstand am 16. August 1960 durch eine Unabhängigkeitserklärung der bisherigen Kronkolonie vom Vereinigten Königreich. Ab dem 20. Juli 1974 ist der Norden der Insel von der Türkei besetzt. Seit dieser Zeit ist die Insel de facto geteilt. Der Süden wird dabei von der Republik Zypern mit der geteilten Hauptstadt Nikosia beherrscht; diese umfasst völkerrechtlich weiterhin das gesamte Inselterritorium, mit Ausnahme der beiden britischen Militärbasen Akrotiri und Dekelia. Diese zwei Territorien gehören politisch nach wie vor zu Großbritannien. Aus der Kolonialzeit (1878 bis1960) besteht auch heute noch das Relikt des Linksverkehrs fort, welcher so manchem Besucher hin und wieder kleinere Probleme bereitet. Die Republik Zypern ist seit dem 1. Mai 2004 Mitgliedstaat der Europäischen Union und seit Januar 2008 gilt hier die Euro-Währung. Man darf gespannt sein, wie sich die politische Situation auf der Insel bezüglich einer Wiedervereinigung  in Zukunft entwickeln wird.

Zypern

Ungeachtet der politischen Situation hat die Insel Zypern Wunderschönes zu bieten. Die etwa 671 km lange Küste besteht aus ausgedehnten Sand- und Kiesstränden sowie aus steil abfallenden Felsküsten mit kleinen Buchten. Hier am «Felsen der Aphrodite» soll Aphrodite aus dem Schaum des Meeres gestiegen sein.

Auf Zypern herrscht ein wohltuendes mediterranes Klima mit deutlich kontinentaler Ausprägung. Die Temperaturen liegen im Schnitt höher als die im nördlichen Mittelmeerraum. Das Mittelmeer um Zypern hat die höchsten Wassertemperaturen. Im Februar werden etwa 17 °C, im August bis 28 °C erreicht. Da von der levantischen Küste her oft heiße Wüstenwinde übers Meer wehen, sind auch in den Wintermonaten häufig Temperaturen zwischen 15 °C und 20 °C am Tage zu verzeichnen – von Zeit zu Zeit auch darüber, selten darunter – was insgesamt ein sehr angenehmes Klima entstehen lässt. Auf jeden Fall ideale Bedingungen, um die weißen Bälle fliegen zu lassen.

Zypern

Der jüngste Golf Course, für dessen Design Nick Faldo verantwortlich zeichnet, eröffnet weite Ausblicke auf ein schillerndes Meer.

Sehr bemerkenswert ist, dass Zypern die waldreichste  Insel im gesamten Mittelmeerraum ist. Im Trotts wachsen die endemischen erlenblättrigen Eichen und Zypern-Zedern sowie die Schwarzkiefer, der phonetische Wacholder und die kalabrische Kiefer. Hinzu kommenObst-, Mandel- und Nussbäume. Auch Akazien, Eukalyptus, Zypressen, Johannisbrotbaum und Oliven prägen das Landschaftsbild in Kombination mit einer unendlichen Blumenvielfalt von Anemonen, Narzissen, Gladiolen, Iris, Affodill, Tulpen, Mohn, Orchideen, Hyazinthen und überall prangenden Bougainvillea. Die sehr abwechslungsreichen Landschaften sind auch der Lebensraum für rund 340 Vogelarten, darunter die Nachtigall, der Seidensänger, der Eleonorenfalke, die Steppenweihe uvm. – selbst Flamingos zeigen sich im Salzsee bei Larnaka im Winter - und Insekten sowie Schlangen, Gekkos, Eidechsen und sogar die Zypern-Maus, die schon seit mindestens 10.000 Jahren auf Zypern lebt. Das größte Landtier ist immer noch das Mufflon, das unter Naturschutz steht. 

Zypern

Thema dieses erhaltenen Mosaiks im Archäologischen Park in Paphos ist der Weintransport und die Wirkung dieses Getränks.

Da Essen und Trinken für die Zyprioten (auch der Begriff «Zyprer» ist korrekt) ganz wichtig ist, gilt es hier einige Aussagen über die zyprische Küche zu machen: sie ist mediterran, köstlich in ihrer Vielfalt, und wurde geprägt durch viele geschichtliche Ereignisse und durchlaufene Kulturen. Schon in der Antike galt Zypern als die fruchtbarste unter den Inseln mit gutem Wein – dieser war bereits im antiken Rom berühmt – und hochwertigem Olivenöl. Hauptgrundlage der zyprischen Gastronomie sind jedoch die griechische und türkische Küche mit ihrer Vorliebe für frisches Gemüse und  Gegrilltes aus dem Meer oder vom Land. 

Zypern

Ein weiter, wohltuender Blick auf die Bucht von Pissouri aus dem feinen, sehr heimeligen Columbia Resort.

Immer wieder stellt sich bei der Beschäftigung mit Zyperns Geschichte die Frage, ob die Überlieferungen auf historischen Tatsachen oder Legenden beruhen. Ungeachtet dieser Frage sind sie immer hoch interessant, wenn sie von einem Guide wie Stelios Efstathiou, den ich beim Cyprus Tourist Office für mich engagieren konnte, zum besten gegeben werden. Hier zwei kleine Beispiele zu den Legenden über den  Aphrodite-Felsen und die Schlangenplage:

Der griechische Name des Felsen der Aphrodite lautet „Petra tou Romiou“, übersetzt heisst dies „Fels des Griechen“. Digenis Akritas war ein Grenzwächter auf Zypern während der Byzantinischen Zeit. Er lebte im Pentadaktylos Gebirge und bewachte die Grenzen der Insel während der arabischen Invasionen. In der lokalen Mythologie galt er als der stärkste Mensch der Welt. Als die Araber an der südwestlichen Küste von Zypern landeten, riss er einen enormen Felsbrocken aus dem Berg und schleuderte ihn auf die Angreifer. Und eben dieser Felsblock an der Küste heisst heute «Felsen der Aphrodite». Geologisch interessant ist hier die Tatsache, dass der Felsblock vom Gestein her nicht der Felsenstruktur der Gegend entspricht, sondern der des Berges Pentadaktylos im Norden der Insel. Pentadaktylos bedeutet «Fünf-Finger-Berg» - er hat heute die Form einer Faust, die auf die Hand des Kriegers Digenis Akritas verweist.

Zypern

Vielfältige und sehr fruchtbare hügelige Landschaften prägen das Bild der Mittelmeer-Insel.

Das Kloster Agios Nikolaos ton Gaton (Heiliger Nikolaus der Katzen) befindet sich auf dem Kap Gata, südöstlich des Akrotiri-Salzsees, nahe Lemesos (Limassol) und ist möglicherweise das älteste Kloster auf Zypern. Die Klosterkirche wurde vermutlich im späten 14. Jahrhundert erbaut. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster verlassen und erst in den frühen achtziger Jahren des 20. Jh. erneut von orthodoxen Nonnen bewohnt. Laut der Überlieferung wurde das Kloster im 4. Jahrhundert von Agia Eleni, Mutter von Konstantin dem Großen gegründet, die dort einen Splitter vom heiligen Kreuz dort zurückließ. In jener Zeit herrschte auf Zypern eine große Dürre und viele Menschen mussten die Insel verlassen. Die Schlangen vermehrten sich dadurch rasant und dies machte das Leben in Zypern, besonders auf der Akrotiri-Halbinsel, zunehmend schwierig. Nach Ansicht des mittelalterlichen Historikers Stephen Lusignan sandte Konstantin der Große nach Agia Elenis Abfahrt den Gouverneur Kalokeros nach Zypern, der Tausende Katzen auf die Insel holte, um die Schlangenplage zu bekämpfen.

Zypern
Hafenidylle in Paphos mit dem mittelalterlichen Kastell, das die Osmanen 1592 wieder aufbauten.

Zypern, eine facettenreiche Schönheit, lockt betörend und mannigfaltig, und Zypern wird in Zukunft noch mehr die Aufmerksamkeit für alle Golfer auf sich ziehen, denn die Strategie des Zypern-Tourismus besteht darin, besonders in den Herbst-, Winter- und Frühlingsmonaten eine  attraktive Golfdestination darzustellen. Um Golf noch weiter in den Vordergrund zu rücken, hat Zypern höchst interessante Platz-Projekte in der Entwicklung, die das jetzige Angebot von vier verschiedenartigen Plätzen entsprechend erweitern werden. Ziel ist es, nicht nur das Platzkontingent in den kommenden Jahren auf insgesamt 14 Golfplätze in der Region Lemesos (Limassol) und Larnaka sowie Nikosia zu erweitern, sondern auch eine hervorragende Golfdestination im Mittelmeerraum und ganz Europa zu werden.  Weltberühmte Course Designer wie Gary Player, Jack Nicklaus and Tony Jacklin sollen Garant dieser Vision werden. Bleibt abzuwarten, wie die Realisierung dieses Planes in naher Zukunft aussehen wird. Fakt ist aber, dass die vier bestehenden Plätze internationalem Standart mehr als gerecht werden.

Folgende Airlines fliegen direkt nach Zypern: 

EasyJet von Basel & Berlin-Schönefeld nach Larnaca 

Germania von Hamburg, Düsseldorf & Berlin nach Paphos

Germania von München nach Larnaca

Mietwagen: alle gängigen Anbieter

Weitere Zypern-Infos unter: www.visitcyprus.com

Hotels:

Aphrodite Hills Resort: www.aphroditehills.com

Olympic Lagoon Resort: www.kanikahotels.com

Alexander the Great: www.kanikahotels.com

Columbia Hotels & Resorts: www.columbiabeachhotels.com

Capital Coast Apartment-Hotel: www.capitalcoastresort.com

Anemi Apartment-Hotel: www.anemihotel.com

Text und Fotos: Albert Haller

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